Es gibt Familien, denen man zunächst rund um ein Fass begegnet, und die man später an einem Tisch, in einer Erinnerung oder in einem noch nicht zu Ende geführten Gespräch wiederfindet. Die Familie Tribot gehört zu ihnen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Criteuil-la-Magdeleine ansässig, bewahrt sie seit mehreren Generationen dieselbe Treue zur Rebe, zur Destillation und zur langen Zeit des Cognacs.
Bei den Tribots wurde das Wissen lange vom Vater an den Sohn weitergegeben. Régis, ein anspruchsvoller Winzer mit starkem Charakter, prägte die Geschichte des Weinguts durch seine Strenge und seine Vision. Als Freund von André Giraud, Maître de Chai der Maison Rémy Martin, erhielt er von ihm wertvolle Ratschläge zur Destillation und Reifung. An seiner Seite lernte Jean-Michel fünfundzwanzig Jahre lang das Handwerk, bevor er selbst die Verantwortung für das Weingut übernahm und seinen Sohn Samuel darauf vorbereitete, diese Geschichte fortzuführen.
Für diese erste Ausgabe von À la Main haben wir sechs Fässer aus dem Weingut Tribot ausgewählt. Der hier vorgestellte Lot 96 ist das erste Fragment dieser Serie. Auf dem Gut destilliert und anschließend in den Familien-Chais gereift, trägt er die Sorgfalt für den Wein, die Präzision der Destillation und die Liebe zu gut gemachter Arbeit in sich.
Als Rémy Durovray Jean-Michel begegnete, war er von den Inschriften auf seinen Fässern beeindruckt: Zahlen, Namen, Markierungen, manchmal geheimnisvolle Zeichen. Noch bevor sie interpretiert wurden, wirkten diese Fässer bereits wie eigenständige Kunstwerke. Rémy machte sie zum Ausgangspunkt seines Freskos: eine lebendige Komposition, in der die Zeichen des Chais zu Sprache, Erinnerung und Bewegung werden.
In sechs Etiketten aufgeteilt, begleitet dieses Werk die sechs ausgewählten Fässer. Jede Flasche steht für sich allein, doch zusammen ergeben sie die Geschichte eines Weinguts, einer Familie und eines Cognacs, der à la main enthüllt wurde.